Das Hüftgelenk

Von der Erkrankung der Hüfte zur Hüftprothese

Eine künstliche Hüfte für neue Lebensqualität

Sollten die verschiedenen Therpaiemaßnahmen nicht mehr den gewünschten Behandlungserfolg bringen, so ist die Implantation eines künstlichen Hüftgelenks eine Chance, die gewohnte Mobilität zurückzugewinnen.

Anatomie eines gesunden Hüftgelenks

Das Hüftgelenk ist zu einem großen Teil verantwortlich für eine aktive, dynamische und uneingeschränkte Lebensqualität. Es handelt sich hierbei um ein Kugelgelenk mit einem enormen Bewegungsumfang, den wir beim Gehen, Drehen und Beugen brauchen. Als gelenkseitige Verbindung zwischen Rumpf und Beinen wird die Hüfte bei fast jeder Bewegung des menschlichen Körpers belastet.

Alle Gelenke sind an ihrer Oberfläche mit einer Knorpelschicht überzogen, die wie ein Stoßdämpfer wirkt. Das Gelenk selbst wird als Ganzes von der Gelenkskapsel umhüllt und abgedichtet. Deren Schleimhaut produziert die Gelenksflüssigkeit, die den Knorpel ernährt, schmiert und ein leichtes Gleiten der Flächen aneinander gewährleistet.

Die Hüftgelenksarthrose (Coxarthorse)

Die häufigste Ursache für eine Hüftgelenkserkrankung ist der Verschleiß des Gelenkknorpels – die Arthrose. Solche Verschleißerscheinungen äußern sich zunächst durch Schmerzen bei Belastung, die sich zunehmend verstärken und schließlich auch im Ruhezustand spürbar sind.

Häufige Anzeichen für Hüfterkrankungen:

  • Das Gehen von gewohnten Distanzen bleibt immer seltener schmerzfrei
  • Das Treppensteigen ist nur unter Schmerzen möglich

Die Schmerzentwicklung mit ansteigender Intensität ist meist ein langsamer Prozess über mehrere Jahre, und kann bis zur Gelenkssteife führen. Aktivitäten und sportliche Betätigungen sind in diesem Stadium nur mehr unter großen Schmerzen möglich, wobei die Beeinträchtigung nicht unbedingt unmittelbar in der Hüfte selbst empfunden werden muss. Auch ein Ausstrahlen in den Rücken oder ins Bein sind Indizien für eine bereits vorhandene Coxarthorse. Ebenso Schmerzen in der Leiste und im Ruhezustand sind bekannte Symptome für Erkrankungen der betroffenen Hüfte.

Woraus besteht ein künstliches Hüftgelenk?

Das künstliche Hüftgelenk ist ein Kugelgelenk, bestehend aus dem Hüftschaft mit einem Kopf (Kugel) und einer Pfanne als korrespondierendem Partner. Der Schaft besteht im Normalfall aus einer Titanlegierung, die beste Körperverträglichkeit garantiert. Der Hüftkopf wird in Keramik oder Metall gefertigt. Die Pfanne ist ebenso aus Titan mit makroporischer Oberfläche, die ein bestmögliches Einwachsen in den Knochen ermöglicht. Ein Pfanneneinsatz (Inlay) aus Keramik oder Polyethylen (Kunststoff) bringt langjährige Belastbarkeit. Regelmäßige Kontrollen nach der Operation helfen zusätzliche, die Standzeit des künstlichen Gelenks zu erhöhen.

AMIS Minimalinvasive Hüftoperation

Das Ziel der AMIS-Operationstechnik ist es, die Muskeln, die Sehnen, die Gefäße und die Nerven nicht zu schädigen. Diese Methode ist tatsächlich die einzige Technik, die sowohl Muskeln als auch Nerven berücksichtigt und das Risiko der teilweisen Gewebezerstörung beträchtlich vermindert.

AMIS-Methode AMIS-Hüftprothesen

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